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Ups! Das kann so nicht bleiben, dreh mich schnell wieder um!
Die Haut ist das größte Organ des Menschen und übernimmt verschiedene Funktionen, um den Körper zu schützen und zu versorgen. Im Alltag vergessen wir leider häufig, dass unsere Haut auch Bedürfnisse hat und regelmäßige Pflege und einen behutsamen Umgang benötigt.
Hier haben wir Ihnen einen Überblick über den Aufbau und die Funktion der Haut, Vorsorge und Pflege sowie Informationen zu häufigen Hauterkrankungen zusammengestellt.
Wir sind für Sie da.
#Weilduwichtigbist
Mit bis zu zwei Quadratmetern Oberfläche ist die Haut mehr als nur die Hülle des Körpers. Die Haut ist der erste Kontaktpunkt für Wärme, Kälte und Empfindungen und nimmt neben Sinneseindrücken auch Wirkstoffe oder UV-Strahlung auf.
Die Haut besteht aus drei miteinander verbundenen Schichten, die unterschiedliche Funktionen erfüllen. Jede Schicht für sich ist einzigartig aufgebaut und somit für die jeweilige Funktion angepasst.
Die Oberhaut (Epidermis) bildet die äußere, also die sichtbare Schicht der Haut. Die Hauptfunktionen sind der Schutz vor äußeren Einflüssen und die „Verbindung“ zur Umwelt. Die Oberhaut selbst ist in verschiedene Schichten unterteilt, die alle fest miteinander verbunden sind und somit eine Einheit, wenn auch mit verschiedenen Aufgaben, bilden.
Die Oberfläche besteht aus einer Hornschicht, die je nach Körperstelle unterschiedlich ausgeprägt ist. Die Fußsohlen und die Handinnenflächen sind dicker als die restlichen Körperstellen. Die Hornschicht besteht aus bereits abgestorbenen, verhornten Zellen, die als Schutzschicht dient. In den darunter liegenden Schichten werden Immunzellen, Nervenzellen, pigmentbildende Zellen (Melanozyten) oder Stammzellen (Keratinozyten) gebildet. Je nach Dicke und Beschaffenheit der Oberhaut sind die Blutgefäße sichtbar oder nicht. Der Teint erscheint je nach Sichtbarkeit rosig oder blass.
Die Lederhaut (Dermis) ist eng mit der Oberhaut verbunden und versorgt diese mit Nährstoffen und Sauerstoff. Dieses Bindegewebe ist gut durchblutet, elastisch und dank des Aufbaus aus Elastin- und Kollagenfasern gleichzeitig reißfest. In dieser Hautschicht befinden sich Lymphgefäßen und Nerven, sodass Berührungen, Wärme und Kälte über die Lederhaut wahrgenommen werden. Zusätzlich befinden sich die Haarwurzeln, Schweiß- und Talgdrüsen in diesem Bereich der Haut.
Die Unterhaut (Subkutis) besteht aus Binde- und Fettgewebe, welches ebenfalls Nerven und Blutgefäße beinhaltet. Die Hauptfunktion der Unterhaut liegt in der Speicherung von Fetten, der Wärmeregulation und dem Schutz der Knochen, Muskeln und Organe vor Druck oder Stößen. Durch die Nerven in der Unterhaut ist diese ebenfalls Druck und Temperaturempfindlich.
Je nach Alter oder auch Jahreszeit hat unsere Haut unterschiedliche Bedürfnisse und benötigt verschiedene Pflege oder Schutz vor Umwelteinflüssen. Im Folgenden haben wir Ihnen Informationen zu Vorsorgeuntersuchungen, Pflegehinweise und einfache Schutzmaßnahmen zusammengestellt.
Mit dem Hautkrebs-Screening bieten die gesetzlichen und privaten Krankenversicherung ab dem 35. Lebensjahr eine zielgerichtete Vorsorgeuntersuchung für Versicherte an. Alle zwei Jahre kann die Untersuchung bei einem Allgemeinmediziner oder einem Facharzt mit entsprechender Qualifikation (meist Dermatologen) durchgeführt werden. Dabei beginnt die Untersuchung mit einem Gespräch, in dem die Versicherten selbst schildern, ob ihnen bereits Veränderung an der Haut aufgefallen sind. Im Anschluss erfolgt eine körperliche Untersuchung mit einer speziellen Lupe, um Hautveränderung frühzeitig zu erkennen. Abschließend erhalten die Versicherten das Ergebnis der Untersuchung und falls erforderlich, konkrete Behandlungsempfehlungen.
Ziel der Untersuchung ist es, möglichen Hautkrebs oder Hautveränderungen frühzeitig zu entdecken, um diese bestmöglich zu behandeln.
Eine allgemeingültige Empfehlung für die Hautpflege ist nur bedingt möglich, da ganz unterschiedliche Faktoren berücksichtigt werden müssen:
Die individuelle Hautpflege sollte auf die jeweiligen Bedürfnisse abgestimmt werden, um die Haut in ihren natürlichen Funktionen zu unterstützen, und zu schützen und die frühzeitige Hautalterung zu vermeiden sowie die altersbedingte Austrocknung der Haut zu verlangsamen. Dabei ist es wichtig, ein gesundes Maß zu finden.
Keine Pflege ist auf Dauer nicht gut für die Haut – zu viel allerdings auch nicht.
Für ein effizientes Ergebnis ist es ratsam eine konsequente Hautpflegeroutine in den Alltag zu integrieren. Diese besteht zum einen aus gut aufeinander abgestimmten Pflegeprodukten und zum anderen auf der Regelmäßigkeit der Anwendung. Die Produkte, die für den Tag verwendet werden, sollte dabei neben der Pflege auch den Schutz der Haut im Fokus haben. Am Abend ist die Reinigung neben der Pflege das Ziel. Bitte beachten Sie immer, dass die verschiedenen Körperstellen und auch Hauttypen ganz eigene Bedürfnisse haben.
Ihr Hausarzt oder Dermatologe kann Ihnen bei der Bestimmung Ihres Hauttyps eine Unterstützung sein und gemeinsam mit Ihnen bestimmen, welche Pflege Ihre Haut zielgerichtet unterstützt. Bitte beachten Sie, dass Hautpflegeprodukte nicht durch Ihren Krankenversicherungsschutz abgedeckt sind.
Beim Hautschutz kann man auf zwei Strategien setzen, die bestenfalls miteinander kombiniert werden und sich somit ergänzen:
Hautschutz von außen und von innen.
Besonders präsent bei dem Thema Hautschutz ist der Schutz vor UV-Strahlen. Auch im Winter sollte die Gesichtshaut daher mit einer Creme mit Lichtschutzfaktor gepflegt werden. Auch Kleidung, die vor den UV-Strahlen schützt, zahlt auf eine langfristige Unterstützung der eigenen Schutzfunktion der Haut ein. Auf die Witterung angepasste Kleidung zählt ebenfalls dazu, da die Haut vor Wind, Nässe, Kälte und Umwelteinflüssen geschützt werden sollte. Ebenfalls sollte bei der Körperpflege darauf geachtet werden, dass das Wasser nicht zu heiß eingestellt ist, da dies die natürliche Schutzbarriere der Haut schädigen kann. Ist die Haut einmal verletzt, regeneriert sie grundsätzlich eigenständig. Mit verschiedenen Wirkstoffen wie bspw. Dexpanthenol oder Zinkoxid kann die Haut in der Regeneration unterstützt werden.
Hautschutz ist ebenfalls von innen möglich und auch nötig. Das Trinken von klarem Wasser unterstützt die Zellen und versorgt sie mit Nährstoffen. Vitamine sind erforderlich, um verschiedene Funktionen der Haut sicherzustellen. So kann ein Vitamin A Mangel bspw. zu trockener Haut führen. Eine ausgewogene und gesunde Ernährung spiegelt sich demnach auch in der Haut wider.
Hauterkrankungen können in verschiedenen Ausprägungen und aufgrund diverser Ursachen auftreten. Im Folgenden geben wir Ihnen eine Übersicht mit Informationen über die häufigsten Hautkrankheiten, den Symptomen und Ursachen sowie den Behandlungsmethoden zusammengestellt.
Unsere Haut verfügt über eigene Schutzmechanismen, um sich vor übermäßigen UV-Strahlungen zu schützen. Zum einen wird bei erhöhter UV-Strahlung Melanin gebildet, zum anderen verdickt sich die Hornschicht, um die Haut lichtundurchlässiger zu machen und die darunterliegenden Schichten zu schützen.
Ist die Haut ungeschützt oder zu lange in der UV-Strahlung ausgesetzt, werden die Zellen der Oberhaut stark geschädigt und sterben als Folge ab. Die abgestorbenen Zellen setzen Botenstoffe frei, welche die typischen Symptome eines Sonnenbrands mit sich bringen: Die Haut ist gerötet, warm bis heiß und empfindlichen gegenüber Berührungen und Druck. Bei einer sehr starken Schädigung kann es zusätzlich zu Ansammlungen von Gewebsflüssigkeit in Form von kleinen Bläschen kommen.
Der Sonnenbrand lässt sich durch gezielten Schutz vor UV-Strahlung mithilfe von Cremes mit Lichtschutzfaktor und spezieller UV-Kleidung gut verhindern. Zusätzlich sollte man direkte Sonneneinstrahlung, besonders in der Mittagszeit, meiden und immer wieder den Schatten aufsuchen.
Sollte man die Schutzmaßnahmen dennoch einmal vernachlässigt haben, kann ein Sonnenbrand wie folgt behandelt werden:
Da die Haut bei einem Sonnenbrand durch die Entzündungsreaktion gerötet und warm ist, sollte man diese auf jeden Fall kühlen. Kühlpads, die im Gefrierschrank waren, sollten allerdings mit einem (feuchten) Tuch umwickelt werden und nicht direkt mit der Haut in Kontakt kommen. Bei Cremes muss man darauf achten, dass diese nicht fettend sind, da diese die Wärme in der Haut stauen und die Heilung so eher verlangsamen. Cremes sollten eine kühlende und feuchtigkeitsspendende Eigenschaft haben.
Der Körper muss zusätzlich von innen mit Flüssigkeit versorgt werden, daher unbedingt darauf achten, genug zu trinken.
Bilden sich durch den Sonnenbrand Blasen, sollte unbedingt ärztlicher Rat eingeholt werden, da hier häufig die klassische Behandlung mit „Hausmitteln“ nicht mehr ausreichend ist. Durch den starken Flüssigkeitsverlust kann eine Infusion und die Gabe eines Schmerzmittels erforderlich sein. Bei starken Verbrennung kann es zur Narbenbildung kommen.
Neurodermitis ist eine chronische Hauterkrankung, die bereits bei Säuglingen und Kindern auftreten kann, häufig aber mit zunehmendem Alter wieder abnimmt. Auch unterscheiden sich die betroffenen Stellen im Erwachsenenalter von denen im Kindsalter. So sind bei Erwachsenen meist die Handinnenflächen, die Fußsohlen oder der Nacken von geröteter, trockener, schuppiger und juckender Haut betroffen. Im Kindsalter hingegen sind die Symptome eher an den Wangen, den Armen und den Beinen zu finden.
Die Ursachen für eine Neurodermitis können ganz verschieden sein. Viele Menschen sind aufgrund einer Allergie von den trockenen und schuppigen Hautstellen betroffen. Dabei reagiert der Körper bspw. auf den Kontakt mit Pollen, Hausstaubmilben oder auf unverträgliche Nahrungsmittel. Neurodermitis kann auch erblicher Natur sein, aber Neurodermitis ist nicht ansteckend!
Das Hauptsymptom einer Neurodermitis ist ein starker Juckreiz der betroffenen Körperstellen. Durch häufiges Kratzen wird die Haut – auch in seiner Schutzfunktion – beschädigt und kleine Wunden entstehen. Im Heilungsverlauf bilden sich kleine Krusten oder Schuppen, die die Haut trocken werden lässt. Der Juckreiz ist wieder spürbar und ein Neurodermitis Schub beginnt erneut.
Die Behandlung einer Neurodermitis ist grundsätzlich individuell mit dem Hautarzt abzustimmen, da immer auch ein Blick auf die Ursache der Erkrankung gelegt werden muss. Grundsätzlich basiert die Behandlung allerdings auf einer Basispflege, bei der die betroffenen Hautstellen regelmäßig mit feuchtigkeitsspendenden Cremes behandelt werden, um die Hautbarriere zu stärken aber auch den Juckreiz zu lindern. Hier sind Geduld und Beständigkeit gefragt, da das Eincremen zu einer regelmäßigen Routine werden muss, um langfristig Linderung zu schaffen.
Bei akuten Schüben kommen zusätzlich Kortisonsalben zum Einsatz, um einer Entzündung entgegenzuwirken. Bei schwereren Formen oder wenn Kortison nicht hilft, können auch Medikamente in Tablettenform eingenommen werden.
Ein wichtiger Schlüssel bei der Behandlung ist Konsequenz. Das regelmäßige Eincremen sollte nach Möglichkeit zu einer täglichen Routine werden, um langfristige Linderung zu erzielen. Die Barmenia unterstützt Menschen mit Neurodermitis mit bedarfsgerechten Gesundheitsprogrammen. Kinder werden mit der App „ItchyMonsters“ beim regelmäßigen Eincremen digital unterstützt und erlernen so spielerisch Routinen, die sich positiv auf die Gesundheit der Haut auswirken. Erwachsene und ältere Kinder erhalten mit der Neurodermitis App „Nia“ hilfreiche Tipps zu ihrer Erkrankung und können innerhalb der App Symptome dokumentieren oder sich Wissen zu möglichen Auslösern aneignen. Weitere Informationen zu den Unterstützungsangeboten der Barmenia finden Sie hier.
Akne kann verschiedene Ausprägungen und Schweregrade haben. Meistens ist die Haut im Gesicht, dem Rücken oder an den Oberarmen mit Pickeln, Mitessern und Narben versehen. Akne wird häufig der Pubertät zugesprochen, aber auch Neugeborene, Kleinkinder und auch Erwachsene sind von Akne betroffen, denn die Ursache ist bei allen Altersgruppen verschieden. So kann Akne aufgrund von hormonellen oder genetischen Gründen entstehen, bei anderen Formen liegt die Ursache aber mehr in Faktoren wie Stress, Reaktionen auf Pflegeprodukte oder Nahrungsmitteln.
Um eine geeignete Behandlung zu finden, ist im ersten Schritt eine ausführliche Diagnostik durch einen Hautarzt erforderlich. Dieser wird in einem Beratungsgespräch die persönliche Situation hinsichtlich Allergien, der Einnahme von Medikamenten und auch die Routinen der Hautpflege erfragen. Zusätzlich erfolgt die Begutachtung der von Akne betroffenen Körperstellen. Je nach Ausprägung kann ein Abstrich der betroffenen Stellen erfolgen, um eine bakterielle Infektion auszuschließen. Steht der Verdacht einer hormonell bedingten Akne im Raum, kann ein Blutbild hilfreich sein, um einen Hormonstatus zu erstellen.
Die Behandlung richtet sich sehr nach der Ausprägung und Ursache der Akne-Erkrankung. Bei leichten Beschwerden kann es häufig schon ausreichen, eine ausgewogene Hautpflege-Routine zu entwickeln. Milde Pflegeprodukte, die die Haut nicht unnötig reizen, sondern beruhigen sollten fester Bestandteil der regelmäßigen Reinigung und Pflege sein.
Bei mittleren bis schweren Ausprägungen kann es erforderlich werden, die Reinigung und Pflege durch speziell geeignete Wirkstoffe zu unterstützten, die häufig ärztlich verordnet und in der Apotheke individuell hergestellt werden müssen. Bei besonders schweren Ausprägungen kann die Therapie mit Medikamenten in Tablettenform unterstützt werden.
Bei Schuppenflechte handelt es sich um eine chronische, nicht heilbare Autoimmunerkrankung, die in verschiedenen Varianten auftreten kann. Die häufigste Form ist geprägt von roten und schuppenden Körperstellen, meistens am Kopf, den Knien oder den Ellenbogen. Aber auch an anderen Stellen wie dem Gesicht, den Achseln oder den Handflächen tritt Schuppenflechte regelmäßig auf. Neben der Rötung ist Jucken ein typisches Symptom. Betroffene klagen auch häufig über Schmerzen an den betroffenen Stellen.
Bei Kindern ist die Schuppenflechte oft über den ganzen Körper verteilt und nicht auf einzelne Stellen begrenzt.
Zur Diagnostik reicht in der Regel die Blickuntersuchung durch einen Hautarzt. Bei Unsicherheiten kann eine Gewebeprobe einer betroffenen Stelle Aufschluss geben. Anders ist die Diagnose allerdings bei einer Sonderform der Schuppenflechte. Bei einer Psoriasis-Arthritis erkranken nach einer jahrelang bestehenden Schuppenflechte der Haut ebenfalls die Gelenke bspw. Finger oder Arme. Die Gelenke schmerzen, sind geschwollen oder besonders am Morgen noch steif und in der Beweglichkeit eingeschränkt. Hier können bildgebende Verfahren zum Einsatz kommen, um das Stadium der Erkrankung zu bestimmen und den Verlauf im Auge zu behalten. Ebenfalls können die Entzündungswerte im Blut zur Diagnostik einbezogen werden.
Je nach Ausprägung variiert auch die Behandlung einer Schuppenflechte. Bei eher leichten Formen ist eine rein äußerliche Therapie mit Salben oder Lösungen ausreichend. Teilweise kommen unterstützende Medikamente zum Einsatz. Ist diese Behandlung nicht erfolgreich, kann eine Systemtherapie aus verschiedenen Komponenten wie Cremes, Medikamenten oder Bestrahlungen zum Einsatz kommen. Bei einer Psoriasis-Arthritis wird meist eine medikamentöse Behandlung verordnet, die neben einer Reduktion der Schmerzen auch die Entzündung reduzieren soll. Eine Begleitung dieser Therapie durch Sport wie Schwimmen oder Walken unterstützt die Beweglichkeit der Gelenke zu erhalten.
Eine Rosazea ist geprägt von einer Rötung der Wangen, Nase, Stirn und des Kinns. Teilweise können auch kleine Pusteln oder Knötchen auftreten. Zusätzlich wird die Erkrankung begleitet von einem Juckreiz und Brennen der Haut. Bei einer Rosazea handelt es sich um eine entzündliche Reaktion. Bei vielen Betroffenen reagiert die Haut auf einen zu starken Wachstum von natürlich vorkommenden Milben. In geringer Zahl sind die Milben kleine Helfer, um unsere Haut von abgestorbenen Hautzellen oder Talg zu befreien. Werden es allerdings zu viele, reagiert unser Immunsystem mit einer Entzündung, um die Milben und den Wachstum einzudämmen. Allerdings ist nicht bei allen ein Milbenüberschuss die Ursache der Erkrankung. Auch eine Störung im Immunsystem, genetische Faktoren oder eine Reaktion auf Hitze, Kälte, Nahrungsmittel oder UV-Strahlung kommen als Ursache einer Rosazea in Betracht.
Zur Diagnostik erfolgt neben einer ausführlichen Anamnese ebenfalls eine Blickuntersuchung durch einen Hautarzt. Meist reicht dies bereits aus, um eine gesicherte Diagnose zu erhalten. Spezielle Testverfahren sind aktuell für eine Rosazea nicht vorhanden. Bei Unsicherheiten kann eine Biopsie erfolgen, um eine Abgrenzung zu Erkrankungen mit einem ähnlichen Erscheinungsbild zu ermöglichen.
Die Therapie einer Rosazea besteht meist aus verschiedenen Komponenten: Sind Auslöser wie bspw. die Reaktion auf Kälte bekannt, so gilt es diese Auslöser so gut es geht zu vermeiden. Klassisch wird dies ergänzt durch Cremes, Lotionen oder Gels, die auf die betroffenen Stellen aufgetragen werden, um die Haut zu beruhigen und die Entzündung zu behandeln. Bei schweren Fällen können Medikamente wie Antibiotika zum Einsatz kommen. Die Therapie wird in Absprache mit dem Hautarzt individuell festgelegt und kann im Verlauf der Erkrankung auch immer wieder angepasst werden.
Unter dem Begriff Hautkrebs versteht man verschiedene bösartige Tumore, die durch ein unkontrolliertes Zellwachstum entstehen. Man unterscheidet zwischen „schwarzen“ und „weißen“ Hautkrebs. Häufiger ist der weiße Hautkrebs in Form eines Basalzellkarzinoms oder eines Plattenepithelkarzinoms. Der schwarze Hautkrebs, oder auch Malignes Melanom, kommt seltener vor.
Da Hautkrebs für den Laien nur schwer zu erkennen ist, sollten regelmäßige Hautkrebs-Screenings in Anspruch genommen werden. Dabei werden Veränderungen der Haut auf möglichen Hautkrebs untersucht. Es handelt sich um eine visuelle Untersuchung von Hautveränderungen, die ab dem 35. Lebensjahr im Abstand von zwei Jahren in Anspruch genommen werden kann. Stellt man selbst eine Veränderung fest, sollte man sich nicht scheuen direkt einen Arzt zur Abklärung der Veränderung aufzusuchen!
Der weiße Hautkrebs hebt sich farblich kaum von der normalen Haut ab und ist daher schwer zu erkennen. Die Zellveränderung findet in der Oberhaut statt, meist an Körperstellen, die viel der UV-Strahlung ausgesetzt sind, wie das Gesicht, der Hals oder den Händen. Ältere Menschen sind dabei häufiger betroffen als jüngere. Der Tumor wächst zwar langsam, kann sich aber mit der Zeit in der Breite und Tiefe stark ausbreiten. Metastasen kommen bei weißem Hautkrebs eher selten vor. Wird die Veränderung frühzeitig entdeckt und mittels eines chirurgischen Eingriffs entfernt, sind auch die Heilungschancen gut. Je nach Größe und Lage des Tumors kommen weitere Behandlungsmethoden wie eine Strahlentherapie, eine örtlich begrenzte Chemotherapie oder eine Immuntherapie zum Einsatz.
Schwarzer Hautkrebs kann an allen Stellen des Körpers vorkommen, daher werden bei einem Screening bspw. auch die Zwischenräume der Zehen oder die Zunge untersucht. Ein Malignes Melanom kann sich aus einem Muttermal entwickeln aber auch ohne eine vorherige Veränderung der Haut entstehen. Daher werden regelmäßig bereits vorsorglich auffällige Muttermal entfernt.
Wurde die Diagnose schwarzer Hautkrebs gestellt, so erfolgt auf jeden Fall die chirurgische Entfernung des Tumors. Je nach Größe und Lage werden auch nahgelegene Lymphknoten zur Sicherheit entfernt, da sich der schwarze Hautkrebs auch im Körper ausbreiten kann. Handelt es sich um eine aggressive Form oder hat der Krebs bereits Metastasen gebildet, kommt es neben einer Operation zu zusätzlichen Behandlungsmethoden wie einer Strahlen- oder Immuntherapie.
Die Heilungschancen hängen u.a. auch davon ab, wann der Hautkrebs entdeckt wurde und somit behandelt, werden konnte.
Bei einer Kontaktallergie reagiert die Haut auf die Berührung auf einen auslösenden Stoff. Dies kann bspw. ein Metall, ein Duftstoff, ein Reinigungsmittel oder auch pflanzliche Substanzen sein. Die Reaktion kann eine Schwellung, Juckreiz oder trockene Haut sein und bringt häufig auch Schmerzen oder Bläschen mit sich. Mögliche Bläschen sind häufig auch mit Flüssigkeit gefüllt und können im Heilungsprozess Krusten bilden.
Typisch für Kontaktallergien ist, dass die Reaktion auf den auslösenden Stoff mit einer Verzögerung auftritt. Zwar bildet der Körper direkt Antikörper gegen den auslösenden Stoff, allerdings bilden sich die Beschwerden erst mit der Zeit und durch wiederholten Kontakt vollständig aus. So kommt es teilweise in Berufen, die mit Duftstoffen, Metallen oder Reinigungsmitteln arbeiten erst nach Jahren im Beruf zu spürbaren allergischen Reaktionen der Haut.
Zur Diagnostik einer Kontaktallergie ist neben einem ausführlichen Arztgespräch mit einem Hautarzt auch die eigene Beobachtung wichtig. Bereits vor dem Termin beim Arzt ist es daher sinnvoll zu beobachten, mit welchen Stoffen man (regelmäßig) vor Auftreten der Symptome in Berührung gekommen ist. Der Hautarzt wird in der Regel einen Epikutantest durchführen. Hierbei handelt es sich um einen speziellen Allergietest am Rücken, bei dem verschiedene Stoffe per Pflaster auf die Haut gegeben werden. Nach einer Tragezeit von 2 Tagen erfolgt eine Kontrolle, ob auf die verschiedenen Stoffe reagiert wurde. Da eine Reaktion auch später noch auftreten kann, erfolgt ein paar Tage später häufig eine weitere Sichtkontrolle.
Das wirkungsvollste Mittel in der Therapie ist die Vermeidung von Berührungen mit dem allergieauslösendem Stoff. Ist dies, z.B. aus beruflichen Gründen nicht möglich, kann Schutzkleidung wie Handschuhe eine gute Unterstützung zur Reduktion der allergischen Symptome sein. Zusätzlich können Cremes oder Lösungen zum Einsatz kommen und die Symptome lindern.
Urtikaria, oder auch Nesselsucht, ist eine plötzlich auftretende Rötung der Haut, häufig in Verbindung mit unregelmäßigen Quaddeln die starken Juckreiz auslösen. Vergleichbar und bekannt sind solche Quaddeln typischerweise nach dem Kontakt mit Brennnesseln. Nesselsucht kann akut als allergische Reaktion auf Insektenstiche, Nahrungsmittel, Medikamente aber auch auf Wärme oder Kälte auftreten. Diese akute Form klingt meist auch schnell wieder ab. Es gibt allerdings chronische Formen, bei denen die Quaddeln über einen längeren Zeitraum anhalten oder regelmäßig wiederkehren.
Um eine Nesselsucht zu diagnostizieren, erfolgt neben einem ausführlichen Arztgespräch, in dem die Symptome, mögliche Grunderkrankungen aber auch Allergien besprochen werden eine Blickuntersuchung durch den Arzt. Häufig ist dies bereits ausreichend, um die Diagnose zu stellen. Wird eine Reaktion auf einen bestimmten Stoff vermutet, wird zur Bestätigung häufig ein Allergietest gemacht. In sehr seltenen Fällen wird zusätzlich eine Gewebeprobe entnommen.
Der erste Schritt in der Behandlung einer Nesselsucht ist die Vermeidung des Kontakts mit den auslösenden Substanzen. Bei akuten aber besonders auch bei den chronischen Formen kommt ein Antihistamin zum Einsatz, welches die allergische Reaktion behandelt. Antihistamin wird meist in Tablettenform gegeben, kann aber auch in Tropfen enthalten sein. Salben, die Kortison enthalten, unterstützen bei der Behandlung der betroffenen Stellen und wirken gegen den Juckreiz.
Die Barmenia hat für Versicherte mit einer Krankheitskostenvollversicherung (ausgenommen Standard-, Basis- und Notlagentarif) verschiedene Gesundheitsservices zur Unterstützung bei einer Hauterkrankung im Portfolio.
Eine Übersicht der Unterstützungsangebote und wie Sie diese in Anspruch nehmen können, finden Sie hier.
Bei Fragen zu Gesundheitsprogrammen helfen wir Ihnen gerne telefonisch unter 0202 438 44044 weiter.
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